Virtuos, groovy, lässig (Allgemeine Zeitung, 25.04.2012)

25.04.2012 - BECHTOLSHEIM

Von Karin Kinast

KONZERT Gitarrist Adam Rafferty bringt in Bechtolsheim die Saiten zum Swingen

Adam Rafferty im KulturGUT. Bereits der Name bürgt für Qualität. Steht das KulturGUT für kulturellen Hochgenuss, so verspricht der um den Globus tourende Adam Rafferty Fingerstyle-Gitarre der Extraklasse. Das, was der New Yorker Ausnahmegitarrist auf der kleinsten Bühne von Bechtolsheim hinlegt, reißt alle vom Hocker: rasante Fingerfertigkeit in erstaunlicher Kombination von Virtuosität und Lässigkeit, verinnerlicht und expressiv, sichtbar in gigantischer Mimik und Körpersprache.

Das Konzert in der reizvollen Kulturkneipe im historischen Anwesen von Elke Diepenbeck und Roland Kalus ist ausverkauft. Forsch begegnet Rafferty dem Publikum: „Vielleicht brauchen wir einen Schirm in den ersten Reihen.“ Das Handtuch ist sein zweitwichtigstes Instrument.

Entertainer und Meister des spontanen Witzes

Er spricht erstaunlich gut Deutsch. „Meine Oma war Wienerin“, erzählt er später. Impulsiv lässt er die Saiten aufschreien, startet mit Rhythm & Blues, reizt den bekannten Latinosong „Tequila“ bis zum vokal variierten „Obama“ köstlich aus und steigert sich im Western-Gitarrenspiel. Spätestens dann ist allen klar: Dieser Instrumentalist schafft es, auf seiner akustischen Gitarre wie eine ganze Band zu klingen. Melodie, Bass, Begleitung, alles in einem, mit unglaublicher Leichtigkeit, Spielfreude und Spaß.

Wenn er dann auch noch mit Beatboxen stimmakrobatisch oder auf der Gitarre trommelnd Perkussion einbaut, bleibt so manchem das Kinn offen. Erstaunlich auch seine Entertainerqualitäten, die an spontanem Witz nichts entbehren lassen. Gefragt ist Hip-Hop für die älteren Leute in Bechtolsheim. Schlagfertig gestaltet Rafferty Herbie Hancocks „Chameleon“ als „Mitmachkonzert für Ältere“.

Mit der Jazznummer „Fly Me to the Moon“ drückt er seine Verehrung für Frank Sinatra und Count Basie aus, mit dem Rock’n’Roll-Titel „The Boogie Man“ aus eigener Feder huldigt er Jimi Hendrix und James Brown. Groovy interpretiert er bekannte Titel aus Rock und Pop, komplexe Arrangements von Stevie Wonder und huldigt Michael Jackson. Aus seinem neuen Album „I Remember Michael“ spielt er etwa „Billie Jean“ mit eifriger Publikumsunterstützung, das Genuss-Stück „Lady In My Life“ zum Augenschließen und den unverkennbar fetzigen „Thriller“.

Songs von fesselnder Dynamik

Von fesselnder Dynamik sind auch seine eigenen Songs, deren Entstehungsgeschichte Rafferty mitreißend schildert: Der emotionale Titel „America“, eine musikalische Erwiderung auf „9/11“, den Anschlag auf das World Trade Center am elften September 2001, oder „Rolling in the Ashes“, entstanden 2010 auf einer durch den Vulkanausbruch von Island pannenreich verlaufenden Tournee.

„Große Klasse, extrem lässig, und dazu Spitzengitarrenspiel!“, war Manuela Ferrari aus Stadecken-Elsheim begeistert. Als „Hautnah-Konzert“ erlebte es Irene Radermacher aus Wörrstadt, die mit dem Ausnahmegitarristen nach dem Konzert ins Gespräch kam.



Ode an die süße „Caroline“ (Allgemeine Zeitung, 28.02.2012)

28.02.2012 - BECHTOLSHEIM

Von Ulla Grall

GITARRENKONZERT Augustín Amigó zu Gast im Kulturgut Bechtolsheim

Heiter und gelöst ist die Stimmung schon vor Konzertstart von Augustin Amigó im „Kulturgut“. Viele der Besucher nutzen die Gelegenheit, in der Weinstube ein Glas zu trinken, bevor der Musikgenuss beginnt.

Im ersten Teil präsentiert Augustín Amigó sowohl eigene Kompositionen als auch Bearbeitungen verschiedener Hits aus Rock und Pop. Der auf Teneriffa geborene Musiker erhielt nie Musikunterricht, das Gitarrespielen hat er sich mit zehn Jahren selbst beigebracht, und durch fleißiges Üben kam er schon mit 13 bei „Jugend musiziert“ in Valencia ins Finale. Über das erste Stück des Abends erzählt er: „Den Song habe ich geschrieben, als ich nachts nicht schlafen konnte vor Freude über meine neue Gitarre, die ich mir gerade gekauft hatte.“ Das Instrument aus der Werkstatt von Andreas Cuntz ist auch wirklich ganz wunderbar, mit vollem, weichem, runden Klang.

Ein Song, der Mutter gewidmet

Einen weiteren Song hat er seiner Mutter gewidmet: ein getragenes Musikstück, in dem man die spanischen Elemente durchaus erkennen kann. Mit „Friends“ bedankt er sich bei seinen Bechtolsheimer Gastgebern: „Das Kulturgut ist wirklich wundervoll - das haben die beiden so schön gemacht. Es ist mir eine Ehre, hier spielen zu dürfen.“

Er steht auf der Bühne in Jeans, T-Shirt und Sweatjacke, auf dem Kopf eine Tweedmütze, wiegt sich leicht in den Knien und spielt, „als ob das gar nichts wäre“ - unaufgeregt und hingebungsvoll. Bekannt wurde Amigó durch seine Arrangements von bekannten Titeln verschiedener Interpreten. Beispiele dafür: „Time after Time“ von Cindy Lauper oder „Sweet Caroline“ von Neil Diamond - eines seiner Lieblingsstücke, wie er sagt.

„In den 70er und 80er Jahren war die Musik vielleicht nicht die Beste“, meint er, „aber das war das, was man so gehört hat.“ So wie das Stück der Pet Shop Boys, „Suburbia“. „Ich hoffe, Sie haben Vergnügen daran, sich in diese Zeit zurück versetzen zu lassen“, sagt er zum Publikum gewandt. Greatest Hit unter seinen Arrangements ist zweifelsohne „Video killed the Radiostar“, das einzige Stück der „Buggles“, das in die Charts gelangte und dem die Amigó‘sche Interpretation ein Augenzwinkern verleiht, das dem Original vielleicht noch fehlte. Nach der Pause betritt Roland Kalus, der Mitbetreiber des Kulturguts, mit seiner Gitarre die Bühne. „How my Garden grows“ stellt er vor: „Mein erster Bechtolsheimer Song“. Kalus‘ Stil ist ein ganz anderer. Bluesiger könnte man sagen. Und man hört den Generationsunterschied - nicht nur in der Musikauswahl. Auch er interpretiert neben eigenen Kompositionen bekannte Titel, so zum Beispiel „Somewhere over the rainbow“ in seiner eigenen Version. Zu Stevie Wonders „If it´s magic“ begrüßt Kalus seine Partnerin, die Sängerin - Elke Diepenbeck. Diepenbeck singt locker und jazzig und lehrt uns außerdem: Die Melodika ist ein verkanntes Instrument…

Als Abschluss kommt Augustín Amigó zu den beiden und zu Dritt interpretieren sie ein Irisches Traditional „The water is wide“. Mit dem sacht swingenden Schlaflied von Silje Nergaard verabschiedet sich das Kulturgut-Team für diesen Abend von seinen Gästen.


Vorpremiere für neues Programm des Kabarettisten und Zauberkünstlers Desimo in bechtolsheim (Allgemeine Zeitung, 09.02.2012)

09.02.2012 - BECHTOLSHEIM

Von Marta Thor

„Wie macht er das bloß?“ Diese Frage bleibt den knapp 40 Gästen der Kleinkunstbühne im Bechtolsheimer KulturGUT, die über den Kabarettisten und Flinkfinger Desimo bei seiner Vorpremiere des neuen Programms „Übersinnlose Fähigkeiten“ staunen konnten - trotz einiger Absagen wegen des überraschenden Schneetreibens. Alltagsfragen wie „Was passiert mit den Socken in der Waschmaschine?“ oder „Wie unterschiedlich ist eigentlich unsere eigene Wahrnehmung?“ präsentierte der Hannoveraner Detlef Simon mit rhetorischen und visuellen Sinnbildern - und ein klein wenig Zauberkunst.

Fühlkasten mit „brennendem“ Inhalt

Desimo arbeitet nicht nur mit vielen charmant und natürlich präsentierten Wortspielen, sondern auch mit seinem Publikum. Ob kleine oder große Bühnen, das ist dem früheren Radiomoderator eigentlich egal, denn ihm kommt es mittlerweile auf die Prozesse an, die sich beim Zusammenwirken von ahnungslosem Auditorium und seiner eigenen Beeinflussung und Fingerfertigkeit ergeben. So führt er einen Zuschauer beim Blick in den eigens dafür präparierten Fühlkasten gekonnt in die Irre: „Das ist eine heiße Kiste und jetzt wird es wirklich brennend spannend!“ - heraus kommt am Ende dann nichts Hochentzündliches, sondern eine Flasche Cranberry-Sprudel.

Doch Desimo hat mehr zu bieten als ausgediente Tricks aus seiner früheren Karriere als Zauberkünstler. Mit Wortspielen im Stil von Michael „Bully“ Herbigs „Tapete“ aus der Bullyparade versucht er sich an einer möglichen Fortsetzung zu Stieg Larssons Schwedenkrimis. „Verschwedung: Man öre und staune! Das Opfer wurde mit einem Lillehammer hinter den Kopenhagen erschlagen.“ Desimos Kriminalkomissar Ikea wird in seiner Fassung wortmalerisch verächtlich als „Köttbullar“ bezeichnet - eben echt skandinavisch.

Seine Vielseitigkeit beweist der Künstler in zahlreichen Improvisationen: Mal imitiert er einen Sportreporter im Kreißsaal („Es herrscht starker Druck, doch sie will sich nicht von der Kugel trennen“), mal zwingt er dem Publikum kurzerhand einen Sprachkurs in Klingonisch auf („Bellen Sie ins Mikrofon: Vat ji Sop!“), die thematische Bandbreite Desimos reicht weit. An manchen Stellen holpert es noch spürbar, die Routine für das neue Programm fehlt, doch das sieht Simon ganz entspannt: „Bis zur Premiere im April vor 600 Gästen sitzt das.“

Philosophische Betrachtung eines Absperrbandes

An manchen Stellen wirken Desimos Fragen geradezu philosophisch. Beim Betrachten des Absperrbands sinniert er: „Das Verbotene reizt immer. Das Band ist wie das Gesetz, flexibel und anpassbar. Man kann es übertreten oder unterlaufen.“ Dabei bleibt er nicht nur in seinem Monolog, sondern sucht immer wieder das Gespräch mit dem Publikum.

Zum Abschluss lässt er dieses dann noch Bauklötzchen staunen beim Modell seines Holzklotz-Baukastens. Den Rahmen übergibt er den Zuschauern und zaubert nach Vorführung verschiedener Formen dann zwei weitere Steine aus seiner Tasche, die er durch geschicktes Umherschieben auf der Magnettafel am Ende wieder zum ursprünglichen Rechteck formt - und zum Erstaunen aller passt auch der Holzrahmen wieder. Wie macht er das bloß?


 

Gitarrenvirtuose Clive Carrol rockt im KulturGUT Bechtolsheim (Allgemeine Zeitung, 20.12.2011)

20.12.2011 - BECHTOLSHEIM

Von Christopher Mühleck

„De Clive rockt!“ Das mag sich mancher ob des opulenten Samstagabendprogramms gedacht haben, das Gitarren-Gott und Spaßvogel Clive Carroll im heimeligen Schein der Beleuchtung auf die schmucke Bühne des KulturGUT zauberte. Dabei bestach der englische Wanderer über Steg und Bünde durch schnellen „Schritt“ und atemberaubende Virtuosität.

Was Madonna, französische Gourmets und die Bechtolsheimer gemeinsam haben? „Na, einen guten Geschmack. Herzlich willkommen Clive Carroll“, witzelte KulturGUT-Macher Roland Kalus vor Konzertbeginn noch, bevor Carroll, den das US-amerikanische „Acoustic Guitar Magazine“ für „den besten und originellsten Akustikgitarrenspieler und Komponisten in Großbritannien“ hält. Kein Wunder. Vom kleinen Zeh bis zur letzten Faser der frech unauffälligen Frisur ist alles auf das Saiteninstrument eingestellt und die vollen Ränge im kleinen Konzertsaal mit der schrägen Decke feiern den schrägen Schelm mit dem sympathischen Lachen und den flotten Fingern. „Guten Abend. Ich heiße Clive“, kommt es wohl formuliert und verständlich aus den Boxen, während Hände und Gestus zum ersten Stück des erfolgreichen Solo-Künstlers in die Pole-Position gehen.

Mit zwei Jahren ging es am Banjo los

„Das ist mein erstes öffentliches Konzert auf deutschem Boden überhaupt“, berichtet der Virtuose, der auf der Höhe der Siebziger in eine mehr als musikalische Familie hineingeboren wurde. Seine Karriere auf diesem Gebiet begann bereits mit zwei Jahren, als sein Vater dem Kleinen ein selbstgemachtes Banjo in die Hand drückte. Das gemeinsame Spiel mit der Familienband sollte nicht lange auf sich warten lassen, bevor sich die Dinge für den späteren Meister mit dem Entschluss für die Gitarre entscheidend ändern sollten.

Viele Jahre später. Blaues Hemd, schwarze Hose, samtweicher Anschlag oder infernalische Artistik in Harmonie und Fingerfertigkeit transportieren Latin, Folk oder Blues in das kleine Rund, das Carroll seine kunstvolle Bespaßung frenetisch dankt. Ob als singender „Einwanderer“ in die USA, der vor seinem Gastspiel auf der „Chat Atkins Convention“ in Nashville, Tennessee, am „Immigration Desk“ ein Ständchen à la Jerry Reed geben muss oder in der originalgetreuen Wiedergabe elisabethanischen Lautenspiels: Carroll macht im gut zweistündigen Programm den Großen seines Nachnamens alle Ehre und brilliert in Form und Inhalt.

Workshop am Nachmittag

Bereits am Mittag hatte der Vielseitigkeitsexperte, der mit seinem Album „Life in Colour“ gastierte und bereits den nächsten Langspieler in Angriff genommen hat, einen Workshop in Gitarrenspiel abgehalten. Jetzt, mehrere Stunden und etliche Akkorde später, schallen Rufe wie „Jingle Bells“, „Michelle“ oder „Stairway To Heaven“ Richtung Bühne, als Carroll mit der Atkinschen Basslinie musikalische Universalität demonstriert und lacht. Mit der Verpflichtung des Possenreißers und Profis von der Insel haben Elke Diepenbeck und Roland Kalus zweifelsohne einen großen Wurf gelandet und, im Zuge der Eröffnung im Oktober diesen Jahres, die ersten coolen Schritte in Richtung „Kultur und gut“ getan.

 

 

Raum für Musik und Kunst (Allgemeine Zeitung, 05.10.2011)

Von Roswitha Wünsche-Heiden

KULTURGUT Umgebauter Bauernhof öffnet in Bechtolsheim seine Pforten

Die Idee, ihre Berufe in eigenen Räumlichkeiten auszuüben, gab es schon seit sieben Jahren. Aber erst vor zwei Jahren wurden Elke Diepenbeck, Sängerin, Gesanglehrerin und Schauspielerin und Roland Kalus, Akustik-Gitarrist, Gitarren- und Klavierlehrer und Komponist, in der Ortsmitte von Bechtolsheim fündig. Ermutigt vom Bechtolsheimer Bürgermeister Harald Kemptner, erwarben sie einen ehemaligen Bauernhof, krempelten die Ärmel hoch und schafften es tatsächlich ausgerechnet in dem Jahr, in dem sie beide ihr 50. Lebensjahr vollendeten, das „KulturGUT“ mit einem „Tag der offenen Tür“ seiner Bestimmung zu übergeben.

Wie sich Mitbürger und angereiste Freunde und Bekannte nun überzeugen konnten, ist inzwischen mit Unterstützung zahlreicher Helfer ein Schmuckstück entstanden, das sich sehen lassen kann. Schon nach einem halben Jahr konnte das Ehepaar das historische Fachwerkhaus neben dem Rathaus beziehen und sich um die Herrichtung der Nebenräume kümmern. So wurde nach dem Freilegen und Verfugen des Sandstein-Mauerwerks aus dem ehemaligen Kuhstall ein gemütliches, kneipenartiges Foyer zu dem in der früheren Garage eingerichteten multifunktionalen Veranstaltungsraum für etwa 50 bis 60 Personen. Der davor liegende, zum Teil mit Kopfsteinpflaster versehene Hof geht über in ein lauschiges Wiesenfleckchen mit Bäumen, das von Waldrebe überwucherten Wänden begrenzt wird. Darüber hinaus gaben die begeisterten Theaterbesitzer auch Kostproben, von dem, was künftig hier stattfinden soll. So beschrieb Kalus, dass man hier nicht nur eigenen Unterricht erteilen wolle. Es sei geplant, auch nationale und internationale Künstler von Rang und Namen einzuladen, die nach Möglichkeit zunächst Workshops für Interessierte durchführen und den Tag mit einem eigenen Konzert beschließen sollten. Bei der Eröffnung sang die „Songpoetin“ Christina Lux Titel ihrer neusten CD, der Soloartist Biber Hermann hatte ebenso seine Auftritte wie die Wiesbadener Kultband „B.O.N.“ Drei Ladys von „Ladies Nyght“ machten auf ihr am 7. Oktober ebenfalls in Bechtolsheim stattfindendes Konzert neugierig, bis die Hausherren als Duo „Coolsville“ den krönenden Abschluss gestalteten. Ein ansprechender Flyer kündigt für das Jahr 2011 noch weitere acht Veranstaltungen an.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr hatte mittags für Frühschoppen-Musik gesorgt, die Landfrauen für Kaffee und Kuchen. „Es war den ganzen Tag über supervoll“, fasste Elke Diepenbeck zusammen und hofft wie Verbandsbürgermeister Steffen Unger, dass die neue kulturelle Einrichtung „immer mit Leben erfüllt“ bleibt. Ortsbürgermeister Kemptner lobte die Initiative des Paares im Sinne der Dorferneuerung und überreichte seitens der Gemeinde eine Ortsfahne.

 

Auf dem Photo: Harald Kemptner (von links), Christina Lux, Elke Diepenbeck, Roland Kalus und Steffen Unger freuen sich über die Eröffnung des „KulturGUT“ in Bechtolsheim. Foto: photoagenten / Carsten Selak


Gitarrenmusik der Extraklasse

15.10.2011 - BECHTOLSHEIM

KULTURGUT Hans York und Franco Morone gastieren in Bechtolsheim

(red). Weltklasse-Musiker sind zu Gast im KulturGUT Bechtolsheim in der Langgasse 46: Franco Morone und Hans York, die die Liebhaber akustischer Gitarrenmusik voll auf ihre Kosten kommen lassen. Am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, gastieren die beiden im KulturGUT.

Poesie über Leidenschaft und Liebe

Den Anfang macht am Samstag der Singer und Songwriter Hans York aus Austin/Texas. Mit über 200 Konzerten im Jahr gehört er zu den wahren Weltenmusikern in den USA. Mit seinen berührenden Songs und tiefsinnigen Texten reflektiert er mit wundervoller Poesie über das Leben, die Leidenschaft und vor allem über die Liebe. Sein phantastisches Gitarrenspiel - oftmals in verschiedenen offenen Gitarren-Stimmungen - und Songwriting zeigt weite Einflüsse von James Taylor zu Stephen Bishop über Pat Metheny bis hin zu Paul Simon. Sein Konzert beginnt um 20 Uhr, Eintritt 13 Euro

Am Sonntag gastiert dann ein Ausnahmemusiker aus Italien. Franco Morone, den sowohl das Publikum als auch die Presse zu den ganz großen Namen der akustischen Gitarrenmusik zählen, gibt nicht nur ein Konzert am Abend, sondern tagsüber einen Workshop für Enthusiasten der Fingerstyle Gitarre. Franco Morone gilt als einer der interessantesten Gitarristen der internationalen Musikszene.

Kunstvolle Kompositionen und Arrangements

Dem US-Magazin „Acoustic Guitar“ zufolge besitzt er einen der einzigartigsten Fingerstyle-Sounds, und das renommierteste Gitarrenmagazin Japans zählt ihn zu den 30 großen Weltklassegitarristen. Der begnadete „Handwerker“ webt faszinierende Melodien in kunstvolle Kompositionen und Arrangements, die er bei seinen Konzerten mit außergewöhnlicher Sensibilität und unaufdringlicher Virtuosität zum Leben erweckt.

Seine Musik berührt bereits beim ersten Zuhören, denn er setzt weniger auf technische Artistik, sondern fesselt sein Publikum mit musikalischer Tiefe, ausdrucksvollem Sound und mediterraner Wärme.

 

 Hans York will mit seiner Akustikgitarre das Publikum im KulturGUT Bechtolsheim begeistern. Foto: privat


 

 

Allgemeine Zeitung (Ausgabe Alzey)

Kulturbühne wird eröffnet (Allgemeine Zeitung, 23.09.2011)

23.09.2011 - BECHTOLSHEIM

(red). Das kulturelle Leben im Alzeyer Land wird durch einen neuen Veranstaltungsort bereichert: Mit der am Montag, 3. Oktober, 12 Uhr, über die Bühne gehenden Eröffnung des „KulturGUTs“/Langgasse 46 wird allen Freunden von Konzerten, Workshops sowie lokalen und internationalen Künstlern eine weitere Anlaufstelle geboten.

Elke Diepenbeck und Roland Kalus werden im umfangreich renovierten, historischen Gebäude zukünftig auch Unterricht in Gesang, Klavier und Gitarre anbieten. Am Eröffnungstag wird die Kleinkunstbühne und Musikschule am Petersberg ihren Gästen Weine, Kaffee, hausgebackenen Kuchen der Landfrauen sowie weitere Snacks kredenzen. Das Trio „B.O.N“, Sangpoetin Christina Lux, das Gastgeber-Duo „Coolsville“ und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bechtolsheim sorgen am Tag der Deutschen Einheit für musikalische Unterhaltung. In naher Zukunft soll das Programm mit Lesungen, Ausstellungen und Filmabenden erweitert werden.